Sonntag, 4. November 2012

UN warnt vor Hungersnot auf Haiti

Der Hurrikan Sandy könnte UN-Vertretern zufolge einen Großteil der Ernte auf Haiti zerstört haben. Die Lage ist umso kritischer, weil auch Cholerainfektionen zunehmen.
Der Hurrikan Sandy hat im Karibikstaat Haiti so schwere Zerstörungen hinterlassen, dass UN-Vertreter vor einer Hungersnot warnen. Zusätzlich zu den Opfern des schweren Erdbebens vor knapp drei Jahren könnten bis zu eine Million Haitianer von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten werden, sagte Johan Peleman, Leiter des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) in Haiti. In den kommenden Monaten drohten "ernsthafte Probleme" durch Unterernährung.  
Mehr dazu:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/un-haiti-hungersnot

Samstag, 3. November 2012

Haiti ruft nach Wirbelsturm Notstand aus. Hilfe aus Venezuela und Bolivien.




Eine verzweifelte Frau steht vor ihrem überfluteten Zelt in einem Flüchtlingslager nahe der Hauptstadt Port-au-Prince. Foto AP

Luftbrücke in die Karibik
Die Regierung von Haiti hat am Mittwoch (Ortszeit) wegen der durch den Wirbelsturm »Sandy« angerichteten Schäden landesweit den Notstand ausgerufen.
Den kompletten Bericht von André Scheer gibt es unter dem folgenden Link.
http://www.jungewelt.de/2012/11-02/032.php

Schwierige Aufräumarbeiten in Haiti und Kuba
Karibik kämpft gegen Folgen von "Sandy"
Bevor der Wirbelsturm "Sandy" die USA erreichte, richtete er in der Karibik enorme Schäden an. Allein in Haiti starben mehr als 50 Menschen. Dort sind Teile des Landes wegen zerstörter Straßen immer noch kaum zu erreichen. Wesentlich schneller kommen die Aufräumarbeiten auf Kuba voran.
Den kompletten Bericht von Martin Polansky, ARD-Hörfunkstudio Mexiko-Stadt gibt esunter dem folgenden Link.
http://tagesschau.de/ausland/sandy-in-der-karibik100.html



Freitag, 2. November 2012

Überfall bei Henfrasa

Vor einigen Tagen wurde Acé Saint Louis auf dem Gelände des Henfrasa Sport-Club überfallen. Während er auf dem Weg zu seinem Auto war, kam ganz plötzlich ein Motorradfahrer mit  Sozius auf den Parkplatz gefahren. Der Beifahrer versuchte Acé die Handtasche zu entreißen, was ihm aber nicht gelang. Genau so schnell wie aufgetaucht, verschwanden die beiden Diebe wieder, gaben aber auf der Flucht noch ein paar Schüsse aus einer Pistole ab. Zum Glück wurde Acé nicht durch die Schüsse verletzt, stürzte aber, als er sich in Sicherheit bringen wollte. 
Dies ist nicht der erste Angriff auf ein Mitglied der Familie Saint Louis. Acé hat bereits mehrere Überfälle erlebt, sein Sohn war schon Opfer einer Entführung. Neu ist vielleicht, dass der jüngste Vorfall mitten in einer belebten Gegend und am hellen Tag passierte.
Conny Rébert-Graumann

Freitag, 26. Oktober 2012

Hurrikan erreicht Haiti.

Schon seit Wochenbeginn wird der Hurrikan „Sandy“ in Haiti erwartet. Viele Geschäfte, Banken und Firmen im Süden des Landes sind geschlossen, die Menschen bleiben in ihrer näheren Umgebung. Seit heute auch das gleiche Bild in Port-au-Prince. Die Botschaften und Konsulate haben ebenfalls nicht mehr geöffnet. Obwohl das Auge des Tropensturmes eher über Jamaika und Kuba zieht, haben die Ausläufer in Haiti bereits heftigen Schaden angerichtet.
Hauptsächlich der Süden des Landes sowie die Region um Grand Anse sind betroffen.
Es verloren vier Menschen ihr Leben, mehrere Hundert Menschen wurden evakuiert, hauptsächlich aus den Stadtteilen und Zeltstädten in der Nähe des Meeres.
In der Region  um Les Cayes und in der Nähe von Jeremie sind die Strassen nicht mehr befahrbar, da durch die starken Regenfälle die Flüsse übermäßig angeschwollen und über die Ufer getreten sind. Viele Häuser sind teilweise zerstört und viele total unbewohnbar geworden.
Laut Nachricht aus Haiti haben etwa 1800 Familien einen Schaden durch den Tropensturm erlitten.
Cornelia Rébert-Graumann 

 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Buchbesprechung aus der Süddeutschen Zeitung

Auf den Artikel klicken und dann wird´s groß.

Hier noch eine Inhaltsbeschreibung direkt vom litradukt-Verlag:
Eine Neuerscheinung: Wir freuen uns, mit Lyonel Trouillot einen weiteren prominenten Autor aus Haiti in deutscher Erstübersetzung herausbringen zu können. "Jahrestag" (im Original "Bicentenaire") spielt in Port-au-Prince im Januar 2004. Der Student Lucien begibt sich aus dem Slum, in dem er wohnt, zu einer Demonstration, bei der er sein Leben riskieren wird. Die Personen, denen er begegnet, und die, mit denen er im Geist Zwiesprache hält - seine Mutter, die als Bäuerin in der Provinz lebt, sein Bruder, der zum Gangster geworden ist, der reiche Arzt, dessen Sohn er Nachhilfestunden geben muss, ein Ladenbesitzer, der den alten Zeiten nachtrauert ... -, vereinigen sich zu einer Typologie der haitianischen Gesellschaft. Vor dem Leser, der Lucien bis zur letzten Polizeiattacke begleitet, entsteht das Bild eines zerrissenen, von Korruption und Gewalt gezeichneten Landes aber auch der erneuernden Kräfte. Ein kurzer Roman, geschrieben unter dem Eindruck der Unruhen von 2004, in dem jedoch "mehr Stimmen als Anliegen zu hören sind" (L. Trouillot) und der durch die eindringlichen Porträts über die bloße engagierte Literatur hinausreicht.Viele Grüße von Conny Rébert-Graumann