Donnerstag, 14. April 2011
künstler bringen licht nach haiti
Zwei Tage lang stellten die Gersthofer Hobbykünstler ihre Werke im Rathaus aus. Bei einer großen Tombola wurden die Arbeiten verkauft. Der Erlös kommt traditionsgemäß einem guten Zweck zugute. Heuer übergaben Therese Dorn, Karin Bogatu und Helmut Forster die stolze Summe von 1.250 Euro an Barbara Lamprecht von der Haiti-Kinderhilfe.
„Das Geld ist speziell für das Programm ,ti solèy‘ gedacht“, so Barbara Lamprecht. Zu Deutsch heißt dies „kleine Sonne“: Im Zuge von Schulpatenschaften werden Solarlampen für die Familien der Patenkinder angeschafft. „Diese haben zum Teil kein elektrisches Licht oder können sich das teure Petroleum für Lampen nicht leisten.“ Und in Haiti wird es das ganze Jahr über etwa um 18 Uhr schlagartig dunkel. Die Haitihilfe will die Menschen des Inselstaats nicht zuletzt dabei unterstützen, selbstständig zu werden. „Die Lampen werden in Einzelteilen hingeschickt und dort zusammengebaut“, berichtet Barbara Lamprecht. Das Fernziel ist, dass die Haitianer dort ein kleines Solarunternehmen gründen, das Import, Montage und Vertrieb der Lampen leistet und Menschen einen Broterwerb liefern kann. Pro Stück kostet eine solche Lampe 45 Euro, ein ganzes System mit zugehörigem Akkulader beläuft sich auf 100 Euro. Eine Akkuladung liefert Licht für sechs bis acht Stunden. Seit 17 Jahren unterstützen die Hobbykünstler immer wieder Hilfsorganisationen: „Bisher haben wir in dieser Zeit insgesamt 73.500 Euro spenden können“, sagt Therese Dorn stolz.
www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Gersthofer-Hobbykuenstler-bringen-Licht-nach-Haiti-id14667621.html?view=print
Dienstag, 12. April 2011
es braucht einen langen atem
Palling/Port-au-Prince. In HAITI geht alles ein wenig langsamer. Diese Erfahrungen hat der Verein „HAITI Kinderhilfe e.V.“ im Laufe des letzten Jahres seit dem verheerenden Erdbeben gemacht – und jetzt auch Susa Reiter aus Geiselfing in der Gemeinde Palling, die am Montag von einer 14-tägigen HAITI-Reise zurückgekommen ist. Geld wäre da, sagt die 47-jährige Schatzmeisterin des Vereins, aber die Baumaßnahmen gehen extrem langsam voran. So konnte die Schule im Slumviertel „Cité Soleil“ in der Hauptstadt Port-au-Prince, für die dank der Spendenaktion Ihrer Lokalzeitung letztes Jahr die Rekordsumme von 131 108 Euro eingegangen sind, noch nicht saniert werden. Lediglich die Mauer um das Gelände ist für gut 40 000 Dollar wieder aufgebaut worden.
Mit diesem Buchstabenplakat bedanken sich die Kinder der Schule im Slumviertel Cité Soleil in der HAITIanischen Hauptstadt Port-au-Prince bei den Lesern des Trostberger Tagblatt, des Traunreuter Anzeiger und der Südostbayerischen Rundschau, die mehr als 131 000 Euro gespendet hatten. Es war die größte Hilfsaktion in der Verlagsgeschichte Ihrer Lokalzeitung.
Der Hintergrund: Die Schule, in der rund 550 Schüler von der Grundschule bis zur Berufsschule unterrichtet werden, war durch das Erdbeben stark beschädigt worden. Nach ersten Untersuchungen hieß es, das Gebäude müsse abgerissen werden. Ein nochmaliges Gutachten eines Architekten und Statikers ergab dann aber, dass das Gebäude stehen bleiben kann, wenn das Dach erneuert wird. Denn auf dem Wellblechdach war eine dicke Schicht Beton aufgebracht, was zusammen einfach zuviel Druck darstelle. Würde das Dach durch eine leichtere Konstruktion ersetzt, könnte das Schulgebäude dann repariert werden.
Der aktuelle Stand, wie Susa Reiter ihn nach dem Augenschein vor Ort beschreibt, ist wie folgt: Obwohl das Dach noch nicht erneuert ist, findet in derSchule längst wieder Unterricht statt. Zusätzlich ist bereits mit dem Bau einer Ambulanz begonnen worden. Dies war möglich, weil die Mauer eigentlich mit 60 000 Dollar veranschlagt war, tatsächlich aber für gut 40 000 Dollar zu verwirklichen war. In den kommenden Sommerferien, wenn keine Kinder an der Schule sind, soll das Dach abgebaut und ein neues errichtet werden. Der Kostenvoranschlag für Abriss, Abtransport und Entsorgung des alten Daches sowie Bau des neuen liegt bei 140 000 Dollar. Dabei hofft der Verein, dass Eltern zum Arbeiten mit eingebunden werden können, damit die Maßnahme billiger wird. Die Baupreise in HAITI, so Susa Reiter, „haben sich verzigfacht. Bauen kostet mehr als bei uns.“
Befremdlich ist dabei auf den ersten Blick, dass so viel Geld für eine Mauer ausgegeben wurde, die über drei Meter hoch ist und oben von einer Stacheldrahtrolle zusätzlich gesichert ist. Susa Reiter erklärt: „Um die Schule wurde eine Mauer gebaut, für die 60 000 Dollar veranschlagt waren. Um jedes größere Gebäude im Lande gibt es eine Mauer, sonst wird geplündert, weil die Armut so groß ist.“ Der Mauerbau ist etwas günstiger geworden als veranschlagt. Vom übrig gebliebenen Geld haben die Salesianerinnen, deren Orden Träger der Schule ist, eine Ambulanz aufgebaut, „eine Oase mitten im Slum für Tausende von Leuten, die medizinische Betreuung brauchen.“ Geplant ist auch noch eine Biogasanlage, gespeist von den Toiletten, die nicht Strom, sondern Gas zum Kochen erzeugen soll.
Für Susa Reiter als Schatzmeisterin des Vereins war 2010, das Jahr nach dem Erdbeben, ein sehr stressiges Jahr, hatte sie doch die vielen Spenden zu verwalten. Bis dahin war sie erst einmal in HAITI gewesen, im Jahr 2001, als sie Edine, jetzt elf Jahres alt, ihr erstes von zwei Adoptivkindern, von dort abgeholt hat. Zwei Jahre später kam auch Lucas, heute neun Jahre alt, zur Familie. Nach dem Erdbeben hatte Susa Reiter jetzt erstmals die Gelegenheit, die Situation vor Ort zu sehen.
14 Tage waren sie und zwei weitere Vereinsfunktionäre jetzt bei den Projekten des Vereins unterwegs, „eine wunderschöne, wenn auch sehr anstrengende Unternehmung“, wie sie sagt. Denn der Verein „HAITI Kinderhilfe e.V.“, so klein er mit rund 150 Mitgliedern auch sein mag, hat dort eine Menge aufgebaut und angestoßen – auch schon lange vor dem Erdbeben. Zum einen gibt es um die 150 Schulpatenschaften, in deren Rahmen die Paten einen regelmäßigen Beitrag pro Jahr leisten, der für die Schulausbildung und eine Grundausstattung sowie für ein regelmäßiges tägliches warmes Essen verwendet wird.
Zum anderen hat der Verein den Bau beziehungsweise die Erweiterung von vier Schulen verwirklicht und ein kostenloses Kinderbehandlungsprojekt für Slumkinder ins Leben gerufen, das in einem in früheren Jahrenvom Verein finanzierten Krankenhaus durchgeführt wird. Und man unterstützt ein Ernährungs- und Ausbildungsprogramm für Kindersklaven. Dabei ist der Verein bei keinem der Projekte selbst Träger. Vielmehr überlässt man die Trägerschaft in der Regel kirchlichen Organisationen. Damit dieser Projekte vor Ort einigermaßen laufen, gibt es ein Team, das sich im Wesentlichen aus jungen Erwachsenen zusammensetzt, denen es über die Patenschaften möglich war, eine Schulausbildung zu absolvieren. Mit denen steht der Verein in ständigem Kontakt, wie Susa Reiter sagt. Von den Patenkindern haben übrigens viele das Erdbeben überlebt, weil sie größtenteils aus den Slums kommen, in denen es kaum feste Häuser gibt.
Für die Zukunft gibt es eine Fülle an Ideen, deren Realisierung aber erst im Vorstand des Vereins diskutiert und möglicherweise auch abgesegnet werden soll. Ein Heim für geistig behinderte Kinder bedarf dringend der Sanierung. Schulen sollen mit moderneren Kochsystemen ausgestattet werden. Beim so genannten „Löffelprojekt“ geht es darum, alle Kinder der Einrichtungen mit Teller, Becher und Löffel auszustatten. Bisher werde, so Susa Reiter, oft gemeinsam aus einer Schüssel gegessen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die Kinder gegenseitig anstecken. Da sauberes Wasser eines der größten Probleme des Landes ist, sollen Wasseraufbereitungsanlagen für Schulen errichtet werden.
Dann ist möglicherweise noch ein landwirtschaftliches Projekt ins Auge gefasst: In einer Kooperative mit 400 Bauern werden Maniok und Erdnüsse angebaut, die von einer Organisation aufgekauft werden, die für 13 500 Schulkinder Schulspeisung organisiert. Diese Kooperative würde gern ein Gebäude für die Mühlen und die Presse bauen und einen Brunnen bohren. Mit dieser Initiative würde der Verein erstmals auch außerhalbder Stadt aktiv werden, was zu begrüßen wäre, da die Situation auf dem Land ebenfalls katastrophal sei. Bis solche Projekte allerdings begonnen werden können, „braucht es schon einen langen Atem“, sagt Susa Reiter. Positiv wirkt sich aus, dass ein ehemaliger Schüler des Patenprojekts Bauingenieur ist, der sich um Projekte kümmert: „Darauf sind wird sehr stolz“, so die engagierte HAITI-Helferin.
Und dann gibt es noch ein Projekt, das schon angelaufen ist: Alle Familien der Patenkinder werden mit einer stabilen Solarlampe ausgestattet, die für die Abende in den Hütten den notwendigen Strom liefert. Die Bausätze werden in Deutschland gekauft und vor Ort zusammengebaut. Ziel des Vereins ist es, die Lebensumstände der Kinder zu verbessern, mit einem Schwerpunkt auf Schule und Ausbildung. Allerdings kümmert man sich auch um medizinische Versorgung und Ernährungsprojekte.
Text: Hans Eder
http://www.chiemgau-online.de/index.php?Es-braucht-einen-langen-Atem&arid=1258295&cosearch=haiti&coshow=ar_1258295&costart=0&pageid=35
Mit diesem Buchstabenplakat bedanken sich die Kinder der Schule im Slumviertel Cité Soleil in der HAITIanischen Hauptstadt Port-au-Prince bei den Lesern des Trostberger Tagblatt, des Traunreuter Anzeiger und der Südostbayerischen Rundschau, die mehr als 131 000 Euro gespendet hatten. Es war die größte Hilfsaktion in der Verlagsgeschichte Ihrer Lokalzeitung.
Der Hintergrund: Die Schule, in der rund 550 Schüler von der Grundschule bis zur Berufsschule unterrichtet werden, war durch das Erdbeben stark beschädigt worden. Nach ersten Untersuchungen hieß es, das Gebäude müsse abgerissen werden. Ein nochmaliges Gutachten eines Architekten und Statikers ergab dann aber, dass das Gebäude stehen bleiben kann, wenn das Dach erneuert wird. Denn auf dem Wellblechdach war eine dicke Schicht Beton aufgebracht, was zusammen einfach zuviel Druck darstelle. Würde das Dach durch eine leichtere Konstruktion ersetzt, könnte das Schulgebäude dann repariert werden.
Der aktuelle Stand, wie Susa Reiter ihn nach dem Augenschein vor Ort beschreibt, ist wie folgt: Obwohl das Dach noch nicht erneuert ist, findet in derSchule längst wieder Unterricht statt. Zusätzlich ist bereits mit dem Bau einer Ambulanz begonnen worden. Dies war möglich, weil die Mauer eigentlich mit 60 000 Dollar veranschlagt war, tatsächlich aber für gut 40 000 Dollar zu verwirklichen war. In den kommenden Sommerferien, wenn keine Kinder an der Schule sind, soll das Dach abgebaut und ein neues errichtet werden. Der Kostenvoranschlag für Abriss, Abtransport und Entsorgung des alten Daches sowie Bau des neuen liegt bei 140 000 Dollar. Dabei hofft der Verein, dass Eltern zum Arbeiten mit eingebunden werden können, damit die Maßnahme billiger wird. Die Baupreise in HAITI, so Susa Reiter, „haben sich verzigfacht. Bauen kostet mehr als bei uns.“
Befremdlich ist dabei auf den ersten Blick, dass so viel Geld für eine Mauer ausgegeben wurde, die über drei Meter hoch ist und oben von einer Stacheldrahtrolle zusätzlich gesichert ist. Susa Reiter erklärt: „Um die Schule wurde eine Mauer gebaut, für die 60 000 Dollar veranschlagt waren. Um jedes größere Gebäude im Lande gibt es eine Mauer, sonst wird geplündert, weil die Armut so groß ist.“ Der Mauerbau ist etwas günstiger geworden als veranschlagt. Vom übrig gebliebenen Geld haben die Salesianerinnen, deren Orden Träger der Schule ist, eine Ambulanz aufgebaut, „eine Oase mitten im Slum für Tausende von Leuten, die medizinische Betreuung brauchen.“ Geplant ist auch noch eine Biogasanlage, gespeist von den Toiletten, die nicht Strom, sondern Gas zum Kochen erzeugen soll.
Für Susa Reiter als Schatzmeisterin des Vereins war 2010, das Jahr nach dem Erdbeben, ein sehr stressiges Jahr, hatte sie doch die vielen Spenden zu verwalten. Bis dahin war sie erst einmal in HAITI gewesen, im Jahr 2001, als sie Edine, jetzt elf Jahres alt, ihr erstes von zwei Adoptivkindern, von dort abgeholt hat. Zwei Jahre später kam auch Lucas, heute neun Jahre alt, zur Familie. Nach dem Erdbeben hatte Susa Reiter jetzt erstmals die Gelegenheit, die Situation vor Ort zu sehen.
14 Tage waren sie und zwei weitere Vereinsfunktionäre jetzt bei den Projekten des Vereins unterwegs, „eine wunderschöne, wenn auch sehr anstrengende Unternehmung“, wie sie sagt. Denn der Verein „HAITI Kinderhilfe e.V.“, so klein er mit rund 150 Mitgliedern auch sein mag, hat dort eine Menge aufgebaut und angestoßen – auch schon lange vor dem Erdbeben. Zum einen gibt es um die 150 Schulpatenschaften, in deren Rahmen die Paten einen regelmäßigen Beitrag pro Jahr leisten, der für die Schulausbildung und eine Grundausstattung sowie für ein regelmäßiges tägliches warmes Essen verwendet wird.
Zum anderen hat der Verein den Bau beziehungsweise die Erweiterung von vier Schulen verwirklicht und ein kostenloses Kinderbehandlungsprojekt für Slumkinder ins Leben gerufen, das in einem in früheren Jahrenvom Verein finanzierten Krankenhaus durchgeführt wird. Und man unterstützt ein Ernährungs- und Ausbildungsprogramm für Kindersklaven. Dabei ist der Verein bei keinem der Projekte selbst Träger. Vielmehr überlässt man die Trägerschaft in der Regel kirchlichen Organisationen. Damit dieser Projekte vor Ort einigermaßen laufen, gibt es ein Team, das sich im Wesentlichen aus jungen Erwachsenen zusammensetzt, denen es über die Patenschaften möglich war, eine Schulausbildung zu absolvieren. Mit denen steht der Verein in ständigem Kontakt, wie Susa Reiter sagt. Von den Patenkindern haben übrigens viele das Erdbeben überlebt, weil sie größtenteils aus den Slums kommen, in denen es kaum feste Häuser gibt.
Für die Zukunft gibt es eine Fülle an Ideen, deren Realisierung aber erst im Vorstand des Vereins diskutiert und möglicherweise auch abgesegnet werden soll. Ein Heim für geistig behinderte Kinder bedarf dringend der Sanierung. Schulen sollen mit moderneren Kochsystemen ausgestattet werden. Beim so genannten „Löffelprojekt“ geht es darum, alle Kinder der Einrichtungen mit Teller, Becher und Löffel auszustatten. Bisher werde, so Susa Reiter, oft gemeinsam aus einer Schüssel gegessen, wodurch die Gefahr besteht, dass sich die Kinder gegenseitig anstecken. Da sauberes Wasser eines der größten Probleme des Landes ist, sollen Wasseraufbereitungsanlagen für Schulen errichtet werden.
Dann ist möglicherweise noch ein landwirtschaftliches Projekt ins Auge gefasst: In einer Kooperative mit 400 Bauern werden Maniok und Erdnüsse angebaut, die von einer Organisation aufgekauft werden, die für 13 500 Schulkinder Schulspeisung organisiert. Diese Kooperative würde gern ein Gebäude für die Mühlen und die Presse bauen und einen Brunnen bohren. Mit dieser Initiative würde der Verein erstmals auch außerhalbder Stadt aktiv werden, was zu begrüßen wäre, da die Situation auf dem Land ebenfalls katastrophal sei. Bis solche Projekte allerdings begonnen werden können, „braucht es schon einen langen Atem“, sagt Susa Reiter. Positiv wirkt sich aus, dass ein ehemaliger Schüler des Patenprojekts Bauingenieur ist, der sich um Projekte kümmert: „Darauf sind wird sehr stolz“, so die engagierte HAITI-Helferin.
Und dann gibt es noch ein Projekt, das schon angelaufen ist: Alle Familien der Patenkinder werden mit einer stabilen Solarlampe ausgestattet, die für die Abende in den Hütten den notwendigen Strom liefert. Die Bausätze werden in Deutschland gekauft und vor Ort zusammengebaut. Ziel des Vereins ist es, die Lebensumstände der Kinder zu verbessern, mit einem Schwerpunkt auf Schule und Ausbildung. Allerdings kümmert man sich auch um medizinische Versorgung und Ernährungsprojekte.
Text: Hans Eder
http://www.chiemgau-online.de/index.php?Es-braucht-einen-langen-Atem&arid=1258295&cosearch=haiti&coshow=ar_1258295&costart=0&pageid=35
Dienstag, 29. März 2011
präsentation der hkh
Übersicht Projekte HKH März 2011
Wer Näheres zu unseren Projekten erfahren möchte, kann sich gerne an uns wenden:
www.haiti-kinderhilfe.com
Montag, 28. März 2011
schlüsselübergabe in bellanger
Die Vorstandsdelegation mit Roswitha Weiß, Susa Reiter und Doris Forst-Günther hat den offiziellen Festakt zur Einweihung der Schule in Bellanger vorgenommen. Beim Einweihungsgottesdienst, den der Träger der Schule, Pater Crispin, hielt, bekamen die drei Haiti-Kinderhilfe-Vertreterinnen Ehrenplätze nah am Altar und wurden gesegnet. In einer feurigen Predigt erklärte der Pfarrer den Kindern, dass Betteln sie nicht weiterbringen würde, sondern sie nur durch Lernen und Fleiß etwas im Leben erreichen könnten. Außerdem wurde viel gesungen und getrommelt. Allerdings dauerte die Zeremonie doch so lange, dass so manches Vorschulkind schlafend von der Bank gefallen sei, berichtete Susa. Zum Auszug aus der Kirche bekam jedes Kind von den Haiti-Kinderhilfe-Vertretern Lollies.
Während die Kinder danach ihre Schulbänke aus der Kirche trugen, stand für die Besucher ein Rundgang durch die (leere) Schule auf dem Programm. Die Klassenzimmer sind mittlerweile fertig gebaut, allerdings sind die Anstricharbeiten noch nicht in allen Räumen abgeschlossen. Beim Geldfluss von Port-au-Prince nach Bellanger hatte es offenbar Probleme gegeben, so dass keine Mittel vorhanden waren, Farbe nachzukaufen. Auch müssen noch einige Putzarbeiten nachgebessert werden, so seien etwa die Geländer und die Türen noch nicht ganz fertiggestellt. Auch müssen einige Schulbänke noch geschliffen, andere noch gestrichen werden. - Alles Kleinigkeiten, die problemlos umgesetzt werden können, zeigte sich Susa sicher. Der einzige größere Mangel sei am Dach festzustellen. Dort war ein sehr dünnes Blech verwendet worden, das etwa unter dem wunderschönen riesigen Mangobaum auf dem Gelände schon Dellen von herunterfallenden Früchten hat. Außerdem würden immer wieder Menschen versuchen, die Früchte vom Dach aus zu ernten, so dass das Blech schon sehr mitgenommen sei. Um in Bellanger konkret weitere Schäden zu vermeiden, soll ein Stacheldraht das Dach künftig einsäumen. Bei künftigen Bauarbeiten, so vereinbarten es die Vorstandsmitglieder mit Bauingenieur Guivens Sylvestre, sollen aber gleich von Beginn an stabilere Materialien verwendet werden.
Unter dem Mangobaum ging dann das richtige Fest für die Kinder los. Sie hatten den Schulhof liebevoll mit Girlanden und Transparenten mit "Merci Tonel pa nou" geschmückt, tagelang Lieder, Gedichte, Sketche und kleine Theaterstücke einstudiert. Da alle Kinder sich auf die Bühne wagten, erhielten alle noch einen Stift als Gage. "Es war wirklich supernett", schrieb Susa. In einigen Reden stellten Roswitha und Tonel-pa-nou-Vorsitzender Acedius Saintlouis die Haiti-Kinderhilfe und ihre Projekte im Land vor. Die Lehrer dankten für die Unterstützung und beteuerten sowohl gegenüber den Kindern als auch gegenüber dem deutschen Besuch, wie wichtig Schulbildung in einem Land wie Haiti sei. Dann folgte die offizielle Schlüsselübergabe, symbolisch vollzogen von Ace und Susa an Pater Crispin.
Für die Kinder wichtiger war dann die Übergabe der Geschirrspende an die Schule in Bellanger. Zwar war ja das sogenannte Löffelprojekt, mit dem die Haiti-Kinderhilfe vor einiger Zeit Schulen mit Geschirr ausstattete, damit die Kinder sich beim Essen aus einem großen Topf nicht ständig gegenseitig mit Infektionskrankheiten ansteckten, bereits ausgelaufen. Im vergangenen Jahr war aber eine zweckgebundene Spende extra für Geschirr in Bellanger eingegangen, so dass wir da nochmal tätig werden mussten. Die Kinder strahlten schon beim Anblick der glänzenden Teller und Becher. Übertroffen wurde das Ganze aber, als auch noch ein Restaurant aus der nächstgelegenen Stadt das Geschirr mit Essen füllte. Es gab Reis mit Bohnen und dazu entweder Hähnchenschenkel oder Cabri - also das Nationalgericht Ziege, superlecker, hmmmm. Dazu servierte die Haiti-Kinderhilfe allen 140 Schulkindern das pappsüße haitianische Couronne, das alle Einheimischen nur Cola nennen und lieben.
Nach Susas Bericht gibt es noch viele Pläne, wie der Schulkomplex in Bellanger ausgebaut werden soll. Am dringlichsten seien Toiletten und das Auffüllen der bisherigen offenen Grube, die für die Kinder sehr gefährlich sei. - Hier hat die Haiti-Kinderhilfe bereits ihre Zustimmung signalisiert, derzeit wird geprüft, ob die WC-Anlage eventuell mit einer Biogasanlage für die Schulküche kombiniert werden könnte. Die von einer anderen Hilfsorganisation gestiftete Schulküche, die an einem völlig verkehrten Platz gebaut worden war, soll demnach in ein Büro für die Lehrer umgewandelt und eine neue am
richtigen Standort errichtet werden. Um die Toilettenanlage und die Schulküche mit Wasser zu versorgen, das in der Region vorhanden wäre, soll auch ein Brunnen gebohrt werden. Außerdem wünscht der Pater sich eine Umfriedung der Schule, da ständig Fremde auf das Gelände kämen. Damit dieser sich besser in die schöne Umgebung einfügt, wurde darüber nachgedacht, einen lebenden Zaun zu pflanzen. Diskutiert wurden etwa drei Reihen Kakteen und Bougainvilleas mit zwei Reihen Stacheldraht zwischen den Kakteen. Am Eingang wäre dann nur ein großes Tor nötig, das von je einem gemauerten Fundament und Mauerteil gehalten wird. Um eine perfekte Anlage zu erhalten, wäre dann schlussendlich noch ein Spielplatz erwünscht. - Wir werden sicher sehen, was sich alles machen lässt.
Samstag, 26. März 2011
sponsorenlauf für haiti
Ein Frühlingslauf für Nordic Walker und Läufer startet am Sonntag, 10. April, um 12 Uhr am Solara-Parkplatz in Köngisfeld. Bereits um 10 Uhr können sich Kinder auf Schatzsuche begeben. Es gibt vier verschiedene Strecken mit Distanzen von 5,5 bis 28 Kilometer, die teilweise auch über über die Gemarkung von Mönchweiler verlaufen. Das Startgeld beträgt zehn Euro für Erwachsene und fünf für Kinder. Die Teilnehmer sollen sich möglichst einen Sponsor suchen, der für jeden bewältigten Kilometer einen Euro bezahlt. Auf den eifrigsten Spendensammler warten Preise.
Seit ihrer Jugend engagiert sich Potschaske für die Umwelt und auf sozialen Gebieten. "Es ist jetzt an der Zeit, das Laufen für wohltätige Zwecke zu nutzen und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, sagt sie. Ihr Motto lautet: "Run for the Planet". Allerdings möchte Christiane Potschaske nicht einfach nur um Gelder bitten, sondern aktiv Spenden "er-laufen". Sie sucht deshalb Sponsoren, die für ihre täglich gelaufenen Kilometer Geld spenden und auf diese Weise soziale und ökologische Projekte unterstützen wollen. Auch hier denkt sie an einen Euro pro Kilometer.
Dieses Jahr möchte Christiane Potschaske die Haiti-Kinderhilfe in ihrem Vorhaben "ti solèy – kleine Sonne" unterstützen. Es geht in diesem Projekt darum, sauberes Licht und Arbeit in die dunklen Hütten und Zelte der Ärmsten in Haiti zu bringen, so dass Kinder lernen können. "Ich habe noch nie in meinem Leben ein Auto besessen. Selbst während meines Studiums in Kanada fuhr ich den Winter hindurch mit dem Rad oder lief lange Distanzen zu Fuß", blickt Christiane Potschaske zurück. Sie trainiert für und läuft Ultramarathonstrecken nur zum eigenen Spaß. So kommen pro Woche zwischen 80 und 100 Kilometer zusammen, gemessen und dokumentiert per GPS-Gerät.
Gleichzeitig möchte Christiane Potschaske Eltern ermutigen, mit ihren Kindern wieder mehr zu laufen und Distanzen mit dem Rad zurückzulegen, besonders die alltäglichen. Zum Schatzlauf für Kinder von sieben bis zehn Jahren treffen sich die Teilnehmer um 9.45 Uhr ebenfalls beim Schwimmbad. Die Schatzsuche dauert bis gegen 11 Uhr. Die Teilnahme kostet drei Euro. Weitere Informationen: Telefon 07725/91 98 46 oder 0170/8 65 12 11, E-Mail chripot@t-online.de
Text und Bild: Schwarzwälder Bote
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.koenigsfeld-fuer-den-planeten-und-die-haiti-kinderhilfe.5b6076cd-d7a4-4ec8-a7db-72fa31eadac6.html
Seit ihrer Jugend engagiert sich Potschaske für die Umwelt und auf sozialen Gebieten. "Es ist jetzt an der Zeit, das Laufen für wohltätige Zwecke zu nutzen und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, sagt sie. Ihr Motto lautet: "Run for the Planet". Allerdings möchte Christiane Potschaske nicht einfach nur um Gelder bitten, sondern aktiv Spenden "er-laufen". Sie sucht deshalb Sponsoren, die für ihre täglich gelaufenen Kilometer Geld spenden und auf diese Weise soziale und ökologische Projekte unterstützen wollen. Auch hier denkt sie an einen Euro pro Kilometer.
Dieses Jahr möchte Christiane Potschaske die Haiti-Kinderhilfe in ihrem Vorhaben "ti solèy – kleine Sonne" unterstützen. Es geht in diesem Projekt darum, sauberes Licht und Arbeit in die dunklen Hütten und Zelte der Ärmsten in Haiti zu bringen, so dass Kinder lernen können. "Ich habe noch nie in meinem Leben ein Auto besessen. Selbst während meines Studiums in Kanada fuhr ich den Winter hindurch mit dem Rad oder lief lange Distanzen zu Fuß", blickt Christiane Potschaske zurück. Sie trainiert für und läuft Ultramarathonstrecken nur zum eigenen Spaß. So kommen pro Woche zwischen 80 und 100 Kilometer zusammen, gemessen und dokumentiert per GPS-Gerät.
Gleichzeitig möchte Christiane Potschaske Eltern ermutigen, mit ihren Kindern wieder mehr zu laufen und Distanzen mit dem Rad zurückzulegen, besonders die alltäglichen. Zum Schatzlauf für Kinder von sieben bis zehn Jahren treffen sich die Teilnehmer um 9.45 Uhr ebenfalls beim Schwimmbad. Die Schatzsuche dauert bis gegen 11 Uhr. Die Teilnahme kostet drei Euro. Weitere Informationen: Telefon 07725/91 98 46 oder 0170/8 65 12 11, E-Mail chripot@t-online.de
Text und Bild: Schwarzwälder Bote
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.koenigsfeld-fuer-den-planeten-und-die-haiti-kinderhilfe.5b6076cd-d7a4-4ec8-a7db-72fa31eadac6.html
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