Samstag, 25. Mai 2013

RadioTipp vom 28.5.2013


Ein Junge versucht am Straßenrand Hilfe für seine Familie zu bekommen (Bild: adveniat / Jürgen Escher)
Ein Junge versucht am Straßenrand Hilfe für seine Familie zu bekommen (Bild: adveniat / Jürgen Escher)
Haiti Chérie
Das Geschäft mit der Hilfe Von Jenny Marrenbach
"Wir nennen unser Land die Republik der Hilfsorganisationen", sagt der haitianische Schriftsteller Lyonell Trouillot. "Wenn es Haiti noch nicht gäbe, die internationale Hilfe würde uns erfinden. Sie kommen alle, denn wir sind der schönste Albtraum der Welt." Hunderte Millionen Dollar werden jedes Jahr an Hilfs- und Spendengeldern in Haiti umgesetzt. Und jedes Erdbeben, jeder Hurrikan, jede weitere Überschwemmung treibt neue Helfer auf die kleine Karibikinsel, sie sind allgegenwärtig. Der internationalen Präsenz verdanken viele Einheimische ihr Leben; sie hat ihren Alltag grundlegend verändert, aber nicht unbedingt verbessert. Zwischen Slums und Zeltstädten ist ein Paralleluniversum der Gutwilligen entstanden, eine Welt mit bewachten Wohnkomplexen, Chauffeuren, Personal und teuren Supermärkten. Diese irreale Welt hat die Lebenshaltungskosten im realen Haiti fast auf Florida-Niveau getrieben und sorgt dafür, dass die Masse der Menschen immer ärmer wird.
DLF/RBB/WDR 2013
unter dem folgenden Link kann der Radiobeitrag auch jetzt noch gehört werden:
 

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