Donnerstag, 27. Dezember 2012

"Wir-Machen-Mit!“ organisierte wieder ein tolles Konzert.

Die Initative "Wir machen mit"  bedachte einmal mehr die Haiti-Kinderhilfe mit dem Erlös der Konzerte.

Die lokale Hilfsorganisation "Wir machen mit" hatte wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, nach einander kamen ein Männerchor, der Gittarist Kurt Hummel und das Salon-Orchester des MV Zollhaus zu Gehör.
Nachdem Landtagsabgeordneter Frank Puchtler Künstler und Publikum begrüßt hatte, stimmte der Männerchor des MGV Hahnstätten das Publikum mit kirchlichen Werken wie „ Der Herr ist mein Hirte“ und „Schöne Nacht“ auf den weiteren Abend ein.
Der Musiker und Komponist Kurt Hummel setzte dagegen einen solistischen Kontrapunkt mit der Konzertgitarre, seine selbst geschriebenen Stücke entstehen meist auf Reisen an Orten der Idylle und Ruhe, u.a. auch in Afrika. Musikalisch sehr gelungen auch sein finger-picking Stück im Mittelteil seines Vortrags.
Das Salon-Orchester konnte in der Akustik der Rundkirche in Oberneisen seine musikalische Fülle voll zur Geltung bringen, die Bandbreite des Repertoires reichte von einem Werk von Händel und Bizet bis zur Moderne ( Karl Jenkins ). Eine sehr gelungene Ergänzung stellten die Gesangs-Einlagen der Sopranistin Katja Nadler dar.
Sicher ein musikalischer Leckerbissen und einer der Höhepunkte des Abends war dann die gemeinsam mit dem Männerchor vorgetragene Bachkantate „Jesus bleibet meine Freude“, deren Klangvolumen bis unter die Kuppel des Gotteshauses voll zu Geltung kam.
Zwischen den musikalischen Vorträgen berichtete Achim Lauer über die aktuelle Lage in Haiti, wo die Menschen nach Erdbeben und Cholera jetzt auch noch von Wirbelsturm „Sandy“ heimgesucht wurden, circa 80% der Reisernte wurden vernichtet, eine Hungersnot droht. Auch habe die Wiederaufbauhilfe durch die westlichen Länder und großen Hilfsorganisationen weitgehend versagt.
Sehr zufrieden äußerte sich der Sprecher der Initiative über die gute Zusammenarbeit mit dem Projektpartner vor Ort, der „ Haiti-Kinderhilfe“! Deren Schulprojekte und die medizinische Hilfe für Slumkinder werden sehr effektiv geleitet, auch die Kommunikation mit „Wir- Machen-Mit“ sei sehr gut. Er betonte nochmals seine positive Einschätzung der Zusammenarbeit mit einer kleinen, überschaubaren Organisation vor Ort, wo auch garantiert sei, dass jeder Cent der Spendengelder ohne Abzüge in dem Projekt ankommen! Pohl Uli


Vielen vielen Dank den Organisatoren und den Musikerinnen und Musikern für  die Veranstaltung und für die großzügige Spende für unsere Projekte in Haiti.
Cornelia Rébert-Graumann für den Vorstand der Haiti-Kinderhilfe e.V.





Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtsgrüße aus Haiti

Weihnachtsgrüße und Danke unserer Patenkinder aus Port-au-Prince und dem haitianischen Komité von Haiti-Kinderhilfe

Samstag, 22. Dezember 2012

Herzliche Weihnachtsgrüße.

Liebe Mitglieder, Paten, Spender und Sponsoren, liebe Freunde der Haiti-Kinderhilfe!
Nicht versäumen möchten wir, Ihnen für die Mitarbeit, für die Solidarität, die Empathie, die vielen aufmunternden und aufbauenden Rückmeldungen und auch für Ihre nicht nachlassende Anstrengung zu danken, die auch in diesem nun endenden Jahr zu einem hohen Spendenaufkommen geführt hat.
Ihre nicht nachlassende Bereitschaft, die Haiti-Kinderhilfe finanziell zu unterstützen, ermöglicht es uns, verlässlich nachhaltige Projekte zu planen, zu starten und zu betreuen. So konzentrieren wir uns zunehmend auf dauerhaft existenzsichernde Projekte, ohne unser ursprüngliches Vereinsziel, unmittelbar Hilfe zu leisten, vernachlässigen zu müssen.
Es war ein schönes und erfolgreiches Jahr mit Ihnen, wir danken für Ihr Engagement und freuen uns auf eine Zusammenarbeit auch im neuen Jahr.
Ihnen allen wünschen wir ein friedliches, freudiges Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2013 !
Der Vorstand der Haiti-Kinderhilfe
 

Sonntag, 16. Dezember 2012

Tipp zur Adventszeit.

In Markdorf (Nähe Bodensee) findet ein Konzert mit Kollekte für die Projekte der Haiti-Kinderhilfe statt.

Das Junge Kammerorchester der Musikschule unter Leitung von Johannes Eckmann und das Vokalensemble „Anima“ unter Leitung von Anuschka Schoepe gestalten am Samstag 22. Dezember um 19.30 Uhr in der katholischen Kirche St. Nikolaus in Markdorf ein Benefizkonzert im Anschluss an die Vorabendmesse des vierten Advents.                  
Die bei dem Konzert eingehende Kollekte kommt der Haiti-Kinderhilfe zugute, die sich seit vielen Jahren in diesem von Naturkatastrophen heimgesuchten und von Armut geplagten Land engagiert für Bildung, Waisenkinder und die Verbesserung der Infrastruktur. Auf dem Konzertprogramm stehen Ausschnitte aus dem „Gloria“ von Antonio Vivaldi und dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saens. Das Junge Kammerorchester spielt das Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli, das Konzert für zwei Violinen und Orchester von Johann Sebastian Bach sowie Mozarts Divertimento D-Dur. Die verschiedenen Solo-Parts werden von Orchestermitgliedern gespielt: Laura Petruschke (Konzertmeisterin), Daniela Weiß, Paula Betz, Amelie Zeller, Lisa Meier und Tim Ziegler, Violine; Johanna Riede, Violoncello. Die „Anima“-Solisten sind Paula Betz, Hannah-Marie Härle und Lisa Schaumann.
Elke und Hubert Heubuch aus Bermatingen sind seit Jahren in der Haiti-Kinderhilfe aktiv und geben während des Konzertes Einblick in die Arbeit der Organisation. Informationsmaterial über die Kinderhilfe liegt bei dem Konzert in der Kirche aus.




Mittwoch, 12. Dezember 2012

Unbedingt anschauen!!!

http://www.planet-schule.de/sf/php/02_sen01.php?sendung=8430#sendetermine

Haiti: Dem Weltmarkt ausgeliefert
Den Menschen in Haiti wurde versprochen, ihre Armut habe ein Ende, wenn das Agrarland sich dem internationalen Welthandel öffne. Doch mit der Öffnung des Marktes wurde das Land mit billigen Produkten überschwemmt, während die Bauern vor Ort nichts mehr verkauften. Zum Beispiel verdrängte US-amerikanischer Reis die einheimischen Reissorten, die mit dem Billigprodukt nicht konkurrieren konnten. Tausende Bauern verließen ihre Dörfer, um in der Hauptstadt Port-au-Prince ein besseres Leben zu finden...
Zum Aufzeichnen wird die Sendung ausgestrahlt vom SWR Fernsehen am
Sa. 18.12.2010, 7:15h 

Sonntag, 9. Dezember 2012

Rezept für einen leckeren Gewürzkuchen aus Jeremie


Dass die haitianische Pâtisserie der französischen in nichts nachsteht könnt ihr auf dem Foto sehen. In den einfachen haitianischen Bäckereien gibt es jedoch auch leckere Kuchen und Brote. Ein Rezept für ein süßes, reichhaltiges Brot gibt es heute:


Délice de Jeremie
Vermische 1,5 Tassen Mehl mit ½ Teelöffel Backpulver oder Trockenhefe. Gib je eine Prise Salz, Muskat und Zimt, sowie eine zerstoßene Nelke  dazu. Schlag eine halbe Tasse Butter, dass sie weich und elastisch wird. Arbeite eine Tasse Zucker darunter. Gib drei  Eier, zwei Suppenlöffel Cordial-Likör aus Jeremie- ersatzweise Orangenlikör, eine Tasse gemahlene Mandeln, je eine Tasse grob gehackte Cashewkerne und Erdnüsse dazu. Gib außerdem noch 2,5 Tassen grob klein geschnittene kandierte Früchte wie Zitrone, Orange, Ananas, Grapefruit dazu. Arbeite alles untereinander und füge zum Schluss die Mehlmischung dazu. Den Teig in eine gut gefettete Kastenform füllen und bei niedriger Hitze 120-150 °C in etwa 2 Std. backen.

In Haiti ist dieser Kuchen bzw. Brot sehr beliebt. Wer nach Jeremie reist, bringt von dort solch einen Kuchen mit.
Gutes Gelingen und bitte einen Kommentar ob es geschmeckt hat.
Cornelia Rébert-Graumann

Samstag, 24. November 2012

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.


Zum Vergrößern einfach auf die Seiten klicken.



Dienstag, 20. November 2012

»Für die Völker des Südens hat der dritte Weltkrieg längst begonnen«

Der deutsche Faschismus brauchte sechs Jahre, um 56 Millionen Menschen umzubringen. Der Neoliberalismus schafft das locker in gut einem Jahr. Ein Gespräch mit Jean Ziegler Peter Wolter
Der Schweizer Jean Ziegler war der erste UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und ist heute Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates.
Wir lassen sie verhungern« heißt Ihr neues Buch – Untertitel: »Massenvernichtung in der Dritten Welt.« Wer ist verantwortlich dafür, daß Millionen Menschen jedes Jahr verhungern?

Der »World Food Report« der UN sagt: Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren, 57000 Menschen jeden Tag. Von den sieben Milliarden Menschen, die es heute auf der Welt gibt, ist ein Siebtel permanent schwerstens unterernährt. Zugleich stellt der Report aber fest, daß die Weltlandwirtschaft nach dem heutigen Stand der Produktivkräfte problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren kann. Anders als noch vor wenigen Jahrzehnten gibt es heute keinen objektiven Mangel mehr – das Problem ist nicht die Produktion, sondern der Zugang zur Nahrung. Und der hängt von der Kaufkraft ab – jedes Kind wird ermordet, das während unseres Gesprächs verhungert...
Mehr unter:

http://www.jungewelt.de/2012/11-16/053.php

Samstag, 10. November 2012

Neuigkeiten aus Billiguy

Bei unserem Schulhaus sind die Fortschritte unübersehbar. Schön farbig ist es inzwischen geworden, aber leider immer noch nicht ganz fertig. Der Regen hat einmal mehr dazu geführt, dass an der  Baustelle nicht mehr gearbeitet wurde. Denn die Haitianer gehen bei Regen niemals aus dem Haus, auch die Kinder gehen dann nicht zur Schule.
Die Fotos sind vor "Sandy" aufgenommen. Die ersten Unterrichtstage nach den Ferien fanden im Rohbau statt und so improvisiert wird es wohl noch einige Wochen weiter gehen. Die Möbel sind noch nicht bestellt, da wir immer noch keinen genauen Kostenvoranschlag erhalten haben und deshalb auch die Möbel nicht in Auftrag geben konnten. Für meine Begriffe sollte alles ein bißchen schneller gehen....... Aber in Haiti braucht halt alles seine Zeit. 
Cornelia Rébert-Graumann






Noch ein Artikel über die Folgen von Sandy

HANS-ULRICH DILLMANN ÜBER DIE FOLGEN DES HURRIKANS "SANDY" AUF HAITI
Haiti-Experten warnen schon seit langem, jede weitere Naturkatastrophe werde die "humanitäre Situation" des Landes verschärfen. Nichts - oder wenig - ist passiert. 

weiterlesen unter dem folgenden Link.
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2012%2F11%2F05%2Fa0091&cHash=442478ae99d5675a20f02ae837e0c334


Hurrikan Sandy

Der Hurrikan Sandy hat New York schwer getroffen. In Haiti waren die Folgen aber viel schlimmer. Warum will uns das einfach nicht interessieren? 
Der folgende Link führt zum Artikel.
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/Haiti-Sandy-New-York-Aufmerksamkeit

Dienstag, 6. November 2012

Regierung ruft Notstand aus Haiti droht nach "Sandy" eine Hungersnot "Sandy" machte Tausende Haitianer obdachlos. Angesichts der schweren Zerstörungen durch Hurrikan "Sandy" hat die haitianische Regierung den Notstand ausgerufen. Nach Angaben des Kommunikationsministers Ady Jean Gardy wird das ärmste Land Amerikas vom Hunger bedroht, nachdem die Regenfälle des Wirbelsturmes in weiten Teilen des Landes die Ernten zerstört haben.
Die Zeitung "Le Nouvelliste" berichtete in ihrer Online-Ausgabe,....
Mehr (mit Video):
http://tagesschau.de/ausland/sandy-haiti102.html

Hurrikan "Sandy" stürzt Haiti in schwere Krise 04.11.2012, 10:34 Uhr | dpa, AFP
Die Straßen von Port-au-Prince stehen nach Hurrikan "Sandy" unter Wasser (Quelle: dapd)
Angesichts der schweren Zerstörungen durch
Hurrikan "Sandy" hat die haitianische Regierung den Notstand ausgerufen. Nach Angaben des Kommunikationsministers Ady Jean Gardy wird das ärmste Land Amerikas vom Hunger bedroht, nachdem die Regenfälle des Wirbelsturmes in weiten Teilen des Landes die Ernten zerstört haben.
Mehr:
http://wetter.t-online.de/hurrikan-sandy-stuerzt-haiti-in-schwere-krise-/id_60765612/index


Sonntag, 4. November 2012

Einladung zum Haiti-Treffen

Liebe Haiti-Freunde,
es ist mal wieder so weit:

Unser Haiti-Herbst-Treffen findet am Samstag, den 17.11.2012 ab 11 Uhr in den bekannten Räumlichkeiten im Pfarrheim, Reichenberger Str. in 30559 Hannover statt.
Bitte meldet Euch kurz bei uns, damit wir ein wenig die Übersicht behalten - insbesondere bei den mitzubringenden Leckereien.
Wir können ein wenig von der letzten Jahreshauptversammlung berichten, und vielleicht haben ja auch andere von Euch interessante Infos. Wir hoffen auf rege Beteiligung und freuen uns schon auf ein Wiedersehen!
Liebe Grüße
Barbara und Andreas
PS.: Vom Mai-Treffen liegen hier übrigens noch ein Kochbuch (Henrike?) und ein Kickboard (oder wie so ein moderner Roller heute heißt...) und warten auf Abholung.
Andreas Meisig
Hannover
www.Haiti-Kinderhilfe.com

UN warnt vor Hungersnot auf Haiti

Der Hurrikan Sandy könnte UN-Vertretern zufolge einen Großteil der Ernte auf Haiti zerstört haben. Die Lage ist umso kritischer, weil auch Cholerainfektionen zunehmen.
Der Hurrikan Sandy hat im Karibikstaat Haiti so schwere Zerstörungen hinterlassen, dass UN-Vertreter vor einer Hungersnot warnen. Zusätzlich zu den Opfern des schweren Erdbebens vor knapp drei Jahren könnten bis zu eine Million Haitianer von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten werden, sagte Johan Peleman, Leiter des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) in Haiti. In den kommenden Monaten drohten "ernsthafte Probleme" durch Unterernährung.  
Mehr dazu:http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-11/un-haiti-hungersnot

Samstag, 3. November 2012

Haiti ruft nach Wirbelsturm Notstand aus. Hilfe aus Venezuela und Bolivien.




Eine verzweifelte Frau steht vor ihrem überfluteten Zelt in einem Flüchtlingslager nahe der Hauptstadt Port-au-Prince. Foto AP

Luftbrücke in die Karibik
Die Regierung von Haiti hat am Mittwoch (Ortszeit) wegen der durch den Wirbelsturm »Sandy« angerichteten Schäden landesweit den Notstand ausgerufen.
Den kompletten Bericht von André Scheer gibt es unter dem folgenden Link.
http://www.jungewelt.de/2012/11-02/032.php

Schwierige Aufräumarbeiten in Haiti und Kuba
Karibik kämpft gegen Folgen von "Sandy"
Bevor der Wirbelsturm "Sandy" die USA erreichte, richtete er in der Karibik enorme Schäden an. Allein in Haiti starben mehr als 50 Menschen. Dort sind Teile des Landes wegen zerstörter Straßen immer noch kaum zu erreichen. Wesentlich schneller kommen die Aufräumarbeiten auf Kuba voran.
Den kompletten Bericht von Martin Polansky, ARD-Hörfunkstudio Mexiko-Stadt gibt esunter dem folgenden Link.
http://tagesschau.de/ausland/sandy-in-der-karibik100.html



Freitag, 2. November 2012

Überfall bei Henfrasa

Vor einigen Tagen wurde Acé Saint Louis auf dem Gelände des Henfrasa Sport-Club überfallen. Während er auf dem Weg zu seinem Auto war, kam ganz plötzlich ein Motorradfahrer mit  Sozius auf den Parkplatz gefahren. Der Beifahrer versuchte Acé die Handtasche zu entreißen, was ihm aber nicht gelang. Genau so schnell wie aufgetaucht, verschwanden die beiden Diebe wieder, gaben aber auf der Flucht noch ein paar Schüsse aus einer Pistole ab. Zum Glück wurde Acé nicht durch die Schüsse verletzt, stürzte aber, als er sich in Sicherheit bringen wollte. 
Dies ist nicht der erste Angriff auf ein Mitglied der Familie Saint Louis. Acé hat bereits mehrere Überfälle erlebt, sein Sohn war schon Opfer einer Entführung. Neu ist vielleicht, dass der jüngste Vorfall mitten in einer belebten Gegend und am hellen Tag passierte.
Conny Rébert-Graumann

Freitag, 26. Oktober 2012

Hurrikan erreicht Haiti.

Schon seit Wochenbeginn wird der Hurrikan „Sandy“ in Haiti erwartet. Viele Geschäfte, Banken und Firmen im Süden des Landes sind geschlossen, die Menschen bleiben in ihrer näheren Umgebung. Seit heute auch das gleiche Bild in Port-au-Prince. Die Botschaften und Konsulate haben ebenfalls nicht mehr geöffnet. Obwohl das Auge des Tropensturmes eher über Jamaika und Kuba zieht, haben die Ausläufer in Haiti bereits heftigen Schaden angerichtet.
Hauptsächlich der Süden des Landes sowie die Region um Grand Anse sind betroffen.
Es verloren vier Menschen ihr Leben, mehrere Hundert Menschen wurden evakuiert, hauptsächlich aus den Stadtteilen und Zeltstädten in der Nähe des Meeres.
In der Region  um Les Cayes und in der Nähe von Jeremie sind die Strassen nicht mehr befahrbar, da durch die starken Regenfälle die Flüsse übermäßig angeschwollen und über die Ufer getreten sind. Viele Häuser sind teilweise zerstört und viele total unbewohnbar geworden.
Laut Nachricht aus Haiti haben etwa 1800 Familien einen Schaden durch den Tropensturm erlitten.
Cornelia Rébert-Graumann 

 

Dienstag, 23. Oktober 2012

Buchbesprechung aus der Süddeutschen Zeitung

Auf den Artikel klicken und dann wird´s groß.

Hier noch eine Inhaltsbeschreibung direkt vom litradukt-Verlag:
Eine Neuerscheinung: Wir freuen uns, mit Lyonel Trouillot einen weiteren prominenten Autor aus Haiti in deutscher Erstübersetzung herausbringen zu können. "Jahrestag" (im Original "Bicentenaire") spielt in Port-au-Prince im Januar 2004. Der Student Lucien begibt sich aus dem Slum, in dem er wohnt, zu einer Demonstration, bei der er sein Leben riskieren wird. Die Personen, denen er begegnet, und die, mit denen er im Geist Zwiesprache hält - seine Mutter, die als Bäuerin in der Provinz lebt, sein Bruder, der zum Gangster geworden ist, der reiche Arzt, dessen Sohn er Nachhilfestunden geben muss, ein Ladenbesitzer, der den alten Zeiten nachtrauert ... -, vereinigen sich zu einer Typologie der haitianischen Gesellschaft. Vor dem Leser, der Lucien bis zur letzten Polizeiattacke begleitet, entsteht das Bild eines zerrissenen, von Korruption und Gewalt gezeichneten Landes aber auch der erneuernden Kräfte. Ein kurzer Roman, geschrieben unter dem Eindruck der Unruhen von 2004, in dem jedoch "mehr Stimmen als Anliegen zu hören sind" (L. Trouillot) und der durch die eindringlichen Porträts über die bloße engagierte Literatur hinausreicht.Viele Grüße von Conny Rébert-Graumann


Samstag, 20. Oktober 2012

Geschichte eines Patenkindes

Ich möchte Ihnen gerne erzählen, wie es war, als ich das erste Mal allein das Essen für die ganze Familie zubereitete.
Als ich 15 Jahre alt wurde, sagte meine Mutter, dass ich jetzt in dem Alter sei, selber für die ganze Familie zu kochen. Ein paar Tage nach dem Gespräch gab sie mir alles, was ich brauchte, um ein Essen zu kochen.
Ich hatte zuhause immer gut aufgepasst während meine Mutter mit Kochen beschäftigt war, ihr oft dabei geholfen und wusste deshalb schon gut Bescheid.
Ich bereitete die Lebensmittel so zu wie ich es gelernt hatte, und als alles fertig war stellte ich das Essen auf den Tisch. Jeder setzte sich an seinen Platz und nach einem Dankgebet für die Nahrung waren alle gespannt auf meine Kochkünste. Meine Mutter, meine Schwester und meine Cousins ​​waren sehr erfreut über das Essen, alle haben mir zu der guten Arbeit gratuliert, was mich sehr freute. Seit diesem ersten Erfolg koche ich oft ohne Hilfe für die ganze Familie.
Mit großer Anstrengung erreichte ich das, was meine Familie von mir erwartete. Ich schaffte es ganz allein ohne Mithilfe, so dass jeder mich zu dieser Erfahrung beglückwünschte.
Decius Vannaelle # 677

Sonntag, 14. Oktober 2012

Geschichte eines Patenkindes

Es freut mich, dass ich Ihnen erzählen darf, was ich zuhause und in der Schule mache und mit welchen Menschen ich befreundet bin.
Zunächst einmal stelle ich mich vor. Ich bin Decius Vannaelle, mutig, fleißig, umsichtig und selbstbestimmt.
Zu Hause sind wir drei Schulkinder, von denen ich die älteste bin. Jeden Morgen nach dem Aufwachen bereite ich das Frühstück. Bevor ich dann zur Schule gehe überprüfe ich meine Tasche, um zu sehen, ob alle meine Helfte und Bücher in Ordnung sind. Da die Schule nicht allzu weit entfernt ist, gehe ich jeden Tag zu Fuss dorthin.

In der Schule konkurriere ich mit meinen Klassenkameraden, und ich möchte immer gute Noten schreiben. Dafür lerne ich viel, was ein großer Vorteil ist, weil ich dadurch mein Wissen vertiefe. Auf intellektueller Ebene, wenn ich Hilfe nötig habe, frage ich Schüler aus höheren Klassen oder ältere Menschen, ob sie mir helfen können. Ich lese sehr gern, weil es mir zu mehr Wissen verhilft. Ich bin sehr neugierig auf alles was ich nicht kenne.
Und schließlich
mag ich keine faulen Leute. Ich mag diejenigen, die arbeiten und gerne nützlich sein wollen.
Es war eine Freude für mich, über mich selbst zu sprechen. 
Decius Vannaelle 677

Sonntag, 7. Oktober 2012

Kalender 2013


Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Haiti-Kinderhilfe Kalender.
Einfach auf das Foto klicken zum Vergrößern, dann könnt Ihr die Beschreibung lesen. 

Sonntag, 30. September 2012

Spendenaktion der FESH

Folgender Brief der Klasse 6 B der Freien Evangelischen Schule Hannover erreichte uns vor einigen Tagen.

Vielen Dank Ela G., Pia S., allen Mitschülern und Eurer Klassenlehrerin Frau Biederbeck.

Dienstag, 25. September 2012

Vier Millionen Gourdes für Bildungsmaßnahmen

Eine neue Maßnahme der Regierung Martely  betrifft  die Schulen:
„Wende zu mehr Qualität“ heißt das Thema, das vom Bildungsministerium für das Schuljahr 2012/2013 gewählt wurde.  Vier Millionen Gourdes seien für die verschiedenen Maßnahmen zur Verfügung gestellt worden,  kündigte Minister Pierre Vanneur an.
Zum Schulanfang im Oktober sollen 200 Schulen saniert und renoviert sein. Es sollen 50.000 Stühle und 15.000 Schulbänke neu angeschafft werden. Rund 3 Millionen Schulbücher sollen verteilt werden. Schulmaterial müsse den Schulen in so ausreichender Menge zur Verfügung stehen, dass jeder Schüler  an dieser „Wende zu mehr Qualität“ teilhaben könne.
Für Lehrer und Schulleiter sind Fortbildungsmaßnahmen in  Pädagogik und Management vorgesehen.
Der haitianische Staat und die internationale Gemeinschaft beteiligen sich zu gleichen Teilen an der Finanzierung.

Das betrifft jedoch hauptsächlich die staatlichen Schulen. Bei der Bevölkerung auf dem Land, wie z.B. in Billiguy wird kaum etwas von den Maßnahmen zu spüren sein.
Cornelia Rébert-Graumann
Private Schule in Billiguy/Plateau Central

Private Schule in Billiguy
Private Schule in Californi/Plateau Central

Dienstag, 18. September 2012

Donnerstag, 13. September 2012

Der ehemalige Präsidenten-Palast wird abgerissen.


Bewaffnete Mobs sind hinein marschiert, verzweifelte Präsidenten sind daraus geflohen, Massen haben außerhalb der majestätischen Tore das eine und das andere gefeiert. Die Sprache ist vom haitianischen Nationalpalast, der beim Erdbeben im Januar 2010 zerstört wurde. Nun fast drei Jahre nach dem Unglück wird der strahlend weiße, vor etwa neunzig Jahren in französischem Renaissance-Stil erbaute Palast abgerissen. Das Symbol, das  immer in starkem Kontrast zu Haitis Elend stand, wird in den nächsten Monaten Stück für Stück abgetragen. Teile der Trümmer sollen konserviert und im National-Museum als Erinnerung an eine der größten Katastrophen Haitis ausgestellt werden.
Conny Rebert-Graumann


Sonntag, 9. September 2012

Neues aus Billiguy

Schlechte bis keine Strassen nach Billiguy
Trotz Schwierigkeiten bei der Beschaffung des Materials und beim Tranport sind die Arbeiten noch im Zeitplan. Es fehlt das Dach, Verputz und Anstriche innen und außen sowie die Aussenarbeiten am Gelände, wie Baumpflanzungen, Hecken, Mülleimer, Mauer und Tor.





Montag, 3. September 2012

Literadukt-Verlag zieht um

Der litradukt-Verlag, „der“ Haiti-Spezialverlag, 2006 in Kehl gegründet von Peter Trier, ist ab September in der gleichnamigen Stadt, nämlich inTrier tätig.
Litradukt veröffentlicht karibische und afrikanische Autoren in deutscher Übersetzung, wobei der Schwerpunkt auf Haiti liegt. "Von Haiti hört man fast nur im Zusammenhang mit Katastrophen, dabei hat das Land eine reiche Kultur und eine große Dichte an literarischen Talenten. Wir sind schon ein wenig stolz darauf, dass wir Autoren wie Louis-Philippe Dalembert, Gary Victor oder Georges Anglade in Erstübersetzungen herausgebracht haben. All diese Autoren sind in ihrer Heimat sehr populär, waren aber dem deutschsprachigen Publikum nicht zugänglich", erläutert Frau Zeilinger-Trier. "Lesungen veranstalten wir so oft wie möglich; sie sind Höhepunkte unserer Arbeit und tragen viel dazu bei, unsere Autoren bekannt zu machen", Verlagsgründer Peter Trier. Der hat die meisten Bücher auch selbst übersetzt und erinnert sich gern an die Anfänge: "Wir haben viel improvisiert, hatten keinerlei Erfahrung, aber wir bekamen von Anfang an positive Resonanz. Das hat uns ermutigt, weiterzumachen." Manuela Zeilinger-Trier und ihr Mann hatten ursprünglich keinerlei Beziehung zu der Schwarzenrepublik in der Karibik. "Wir haben rein zufällig ein Buch aus Haiti in die Hände bekommen und uns gefragt, warum kaum ein Autor aus diesem Land übersetzt wird. Je mehr wir die haitianische Kultur und Geschichte entdeckt haben, desto faszinierter waren wir." Die Verbundenheit äußert sich inzwischen auch darin, dass bei von jedem direkt verkauften Buch ein Prozentsatz an Hilfsprojekte für Haiti fließt.
In diesem Herbst bringt litradukt zwei Neuerscheinungen heraus: "Jahrestag" von Lyonel Trouillot, eine Erzählung, die in den politischen Wirren von 2004 spielt, sowie "Schweinezeiten", ein Voodoo-Krimi von Gary Victor.Schon länger erschienen sind von Louis-Philippe Dalembert „Jenseits der See“ sowie „Gottes Bleistift hat keinen Radiergummi“ und „Die Insel am Ende der Träume“, von dem leider beim Erdbeben 2010 verstorbenen Georges Anglade „Und wenn Haiti den USA den Krieg erklärt“ und „Das Lachen Haitis“, von Gary Victor "Der Blutchor".
Mehr Informationen zum Programm und zum Verlag
www.litradukt.de.

Mittwoch, 29. August 2012

PLOUG ́S in STUTTGART


 Eine Veranstaltung zu Gunsten der Haiti-Kinderhilfe.
 

Dienstag, 28. August 2012

Wirbelsturm Isaak tobt in der Karibik

300 Häuser in Haiti zerstört. Drei US-Staaten erklären Ausnahmezustand.
In der Karibik sind nach Angaben der Behörden durch den Tropensturm „Isaac“ bisher insgesamt 21 Menschen ums Leben gekommen. Davon 19 in Haiti und zwei in der Dominikanischen Republik. Wie Haiti Press am Montagmorgen meldete, wurden in Haiti zudem 300 Häuser vollkommen zerstört, die meisten davon in der Stadt Jacmel an der Südküste des Landes. 20 000 weitere Häuser seien schwer beschädigt worden, hieß es im Bericht des Zivilschutzes am Montag. In der Dominikanischen Republik, die der Sturm nicht direkt überzog, wurden nach einen Bericht der Zeitung „El Nacional“ durch die Wassermassen 90 Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten.Auch die Menschen im Süden der USA bereiten sich auf einen heftigen Tropensturm vor. Sie nageln Bretter über die Fenster und stocken ihre Vorräte auf, weil sie ihre Häuser in den nächsten Tagen vielleicht nicht verlassen können.
Conny Rébert-Graumann

Samstag, 25. August 2012

Geschichte eines Patenkindes.

Mein Name ist Emmanuel Assonus. Ich bin 14 Jahre alt und in der 3. Klasse der Sekundarstufe. Ich wohne zusammen mit meiner Familie, meiner Mutter, meinem Vater und meinen zwei kleinen Brüdern in Port-au-Prince. Wir sind Siebenten-Tags-Adventisten.
Eines Tages organisierte die Schule eine Party. Als wir das erfuhren gab es an der ganzen Schule kein anderes Thema mehr. Wir verbrachten unsere Zeit im Klassenzimmer und sprachen nur von dieser Party und den Spielen, die wir vorhatten. Die Mitglieder des Organisations-Komitees versprachen uns Kinokarten, Kuchen und Getränke. Jeder musste einen kleinen Betrag zum Fest beisteuern, davon sollten dann Getränke, zubereitetes Essen und Kuchen gekauft werden.Endlich kam der große Tag.Vor dem Eingang war eine Absperrung aufgestellt, dort wurde das Geld eingesammelt. Obwohl wir schon um 7.oo Uhr morgens mit der Party begannen, hatten wir viel Spaß bei den Spielen und freuten uns an der schönen Musik. Um 10 Uhr gab es dann für jede Klasse ein separates Essen. Die Schüler trafen sich in ihren Räumen, und dort aßen und tranken alle mit großem Appetit. 
Danach gab die Direktion der Schule den Zeitplan für die Prüfungen heraus.  Ich war sehr stolz auf meine und die anderen Klassen, dass wir  diese schöne Party feiern konnten.  Nach der Party dankte das Komitee allen, die bei den Spielen mitmachten und die mithalfen, dass das Fest gelingen konnte, auch dem Direktor, der die Erlaubnis gegeben hatte. Seit diesem Tag denke ich, dass dies die beste Sache des Jahres war. insgesamt gefiel mir die Dekoration der Schule, die gute Musik und ganz besonders bei den Rennspielen mit zu machen. Ich glaube, dass die Party ganz außergewöhnlich war.


Freitag, 24. August 2012

Donnerstag, 23. August 2012

Wenn Hilfe nicht hilft....

Ein interessanter Artikel über Katastrophenhilfe und die möglichen Folgen war am Mittwoch den 22.8.2012 in der Süddeutschen Zeitung zu lesen. Der Autor Wilfried Vyslozil ist seit 2008 Vorstand der SOS-Kinderdörfer. Er wirft einen kritischen Blick auf die Hilfen unter anderem nach dem Erdbeben im Januar 2010 in Haiti.
Conny Rébert-Graumann