Donnerstag, 19. September 2013

Haiti- Ein Katastrophenland träumt vom Touristenboom

Noch stehen Zeltstädte in Port-au-Prince, nicht alle Erdbebentrümmer sind beseitigt. Haiti aber will das Krisenimage loswerden: Touristen sollen Aufschwung bringen.
Von Rick Noack





| © Swoan Parker/Reuters
Wer in Haiti einen Badestrand sucht, findet sich manchmal neben einem Massengrab wieder. Rund um das kleine Dorf Titanyen am Rande der Hauptstadt Port-au-Prince begruben nach dem verheerenden Erdbeben von 2010 verzweifelte Helfer auf den Hügeln Zehntausende Leichen. Heute weist dort ein großes Plakat auf den bevorstehenden Bau eines Mahnmals hin. Nur wenige Hundert Meter entfernt zeigt ein weiteres Schild Richtung Strand. Sein Name: Relaxation Beach. Das Wasser ist türkisfarben, der Sand weich.
Noch sonnt sich hier niemand, doch das haitianische Tourismusministerium will das ändern. Vor einem Jahr hatte Haitis
Präsident Michel Martelly angekündigt, mithilfe ausländischen Kapitals bis 2015 eine halbe Million neue Arbeitsplätze zu schaffen. In einem Land, das noch schwer an den Folgen des Bebens trägt, ist das eine unglaubliche Zahl. Der Tourismus spielt in Martellys Plänen eine entscheidende Rolle. Um ihn zu fördern, befreit seine Regierung in den kommenden 15 Jahren elf Hotels und Resorts von Steuerzahlungen; knapp 160 Millionen Dollar wird das kosten. (...)
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