Sonntag, 25. Juli 2010

erweiterung in san marc


Liebe FreundInnen Haitis,

der Vorstand der Haiti-Kinderhilfe hat einstimmig die Erweiterung der Schule Fleurenceau in San Marc beschlossen. Vor dem Erdbeben hatte die Grundschule acht Klassen - von der Vorschule für Kinder im Alter von vier und fünf Jahren bis zur sechsten Klasse. Durch das Erdbeben waren zahlreiche Familien aus dem Katastrophengebiet ins unversehrte San Marc geflüchtet. Die Schule nahm deshalb 116 zusätzliche Schüler aus 76 verschiedenen Bildungseinrichtungen in und um Port-au-Prince auf. Die Schülerzahl stieg von 336 auf 452 Kinder. Dadurch kam es natürlich zu überfüllten Klassenzimmern und zu großen Klassenstärken.


Die Schulleitung beantragte daher den Bau von sieben neuen Klassenzimmern. Ein Ingenieur und sein Bautrupp steht bereits zur Verfügung, so dass die Arbeiten zügig in der Sommerpause durchgeführt werden können, und zum neuen Schuljahr der Lehrbetrieb unter besseren Bedingungen wieder aufgenommen werden kann. Keine Klasse soll dann mehr als 40 Kinder umfassen, damit sich die Lehrer wirklich der qualitativen Ausbildung jedes einzelnen widmen können. Der Kostenrahmen für den auf zwei Monate veranschlagten Bau wurde von der Schule mit etwa 52.500 US-Dollar angegeben - allerdings mit der Einschränkung, dass durch die in weiten Teilen Haitis rege Bautätigkeit die Kalkulation für die benötigten Materialien sehr erschwere. An manchen Tagen steige der Preis für Ziegel um 100 Prozent, an anderen seien Zement oder Holz unerschwinglich. Da die Maßnahme aber in den Sommerferien abgeschlossen werden soll, könne keine Niedrigpreisphase abgewartet werden.


Auch wenn der Finanzrahmen unsicher ist, hat sich der Vorstand für die Baumaßnahme ausgesprochen. Zum einen sind die Verantwortlichen in San Marc langjährige und zuverlässige Partner der Haiti-Kinderhilfe. - Schon seit Jahren finanzieren wir den Ausbau der Schule, zuletzt hatten wir die Cafeteria und die neue Küche gebaut. - Zum anderen handelt es sich um eine Erdbebenhilfe, die schneller angepackt werden kann als im "echten" Erdbebengebiet, weil die Bauvorschriften und die Grundstücksfragen geklärt sind.

Liebe Grüße,
heike & Stephan - wie immer natürlich für den kompletten Vorstand

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