Mittwoch, 29. Februar 2012

Reisebericht 1. Tag

Sind gut gelandet. Hat alles gut geklappt. Dank meines Hinkefußes wurden wir in Frankfurt und London mit einem elektr. Wagen für Behinderte rumgefahren – war echt weit. In London mussten wir dann noch mit dem Bus 10 Minuten zum nächsten Terminal fahren. Hier, als wir mit unseren 5 Computern, dem ganzen Zeug nochmals von der Security gecheckt wurden, stand auf einmal Conny da, die direkt aus Zürich kam. Vorteil des Hinkefußes war, dass wir immer als erste ins Flugzeug durften und auch noch gute Plätze mit Fußraum bekommen haben. Bei der Immigration standen wir weit über eine Stunde und ich muss ehrlich sagen, war dann doch ein bisschen nervös, als überall die Videos liefen, dass sie mit kleinen Spürhunden nach Lebensmitteln, Pflanzen usw. am Kofferband suchen. Speziell da ja unsere Koffer durch die lange Warterei schon seit über einer Stunde da rumstanden, vollgeladen mit deutscher Leberwurst, Blutwurst, Brot und Kilos von Schokolade. Hatten aber, wie fast immer Glück und ging dann alles super. Wir warteten anschließend ca. eine halbe Stunde auf den Hotel Bus, allerdings schon bei wunderbaren 25 Grad und einer Luft wie Seide. Endlich um 22 Uhr (deutsche Zeit 4 Uhr morgens)kamenn wir ins Hotel, durften aber nicht mehr schwimmen. Darauf hatten wir uns die ganze Zeit gefreut. Standen dann schon wieder um 4 Uhr auf und nahmen den Bus 5 Uhr zum Flughafen. Dort standen schon mindestens 40 Leute in der Schlange und wir waren froh, dass wir so früh dran waren.
Start war 7 Uhr 30 nach Haiti und kamen dort gut an. Acé holte uns am Flughafen ab. Toller Service. Auf der Fahrt zu unserer Unterkunft gings noch in einen Supermarkt für Wasser und ein bisschen Obst und Basisessen. Conny meint, wir essen nur Obst, Reis und Gemüse – ist ok für mich. Preise doppelt wie bei Aldi und auch schon wieder alles hinter hohen Mauern, dicken Eisentoren und Security mit Waffen. Dann waren wir gegen 12 Uhr mittags bei Böttichers am Berg und wie immer dem Himmel ein Stück näher. Einfach ein Paradies…
Am Nachmittag gingen dann Conny, Julia und ich zu der Schule die hier in der Region gebaut wird. Wir zu Fuß um ein bisschen Bewegung zu haben, Michou Boetticher kam mit dem Auto nach. Es wird eine wunderbare kleine Schule hier für die Kinder aus der Region, aber die Eltern haben ja nicht Mal 1 Euro im Monat für das Schulgeld – naja, immer halt das Gleiche. Finde es auch gut, dass die Kinder direkt in der Region in die Schule gehen können und nicht jeden Morgen mindestens zwei Stunden den Berg runterlaufen müssen um nach Petionville zu kommen.Wir erzählten viel mit Peter über Land und Leute und abends wurden zum Essen eingeladen (ab heute müssen wir uns selbst versorgen). Es gab Ziege, recht lecker und echt haitianisch und schwarzen Reis.War super. Wir ratschen noch lange über das Schulsystem in Haiti, was recht interessant war, da der Cousin von Michou, der gerade zu Besuch ist, jahrelang bei Unicef gearbeitet hat. Um 9 Uhr war aber dann endgültig fertig. Der Schlafmangel war nicht mehr zu verleugnen. Wir fielen wie tot ins Bett. Conny und ich sind aber schon seit 3 Uhr wach und machten mit Taschenlampe Yoga auf der Terrasse, da es leider keinen Strom gab und der Inverter auch nicht wollte. Heute morgen ging es um 6 Uhr 30 los, wir holten unser Mietauto  und sind direkt nach Bellanger gefahren. Haben schon von zuhause aus ein Treffen mit dem dortigen Priester ausgemacht. Rob Padberg, Biogas und Notre Maison wird dann morgen auf dem Programm sein. Roswitha Weiss und Conny Rébert-Graumann



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