Montag, 9. Dezember 2013

Kauf einer Postkarte


Postkarte und benötigte Menge Briefmarken

 
Der Kauf im besten Schreib- und Buchwarengeschäft in Petionville ging trotz oder vielleicht wegen der geringen Auswahl ganz schnell vonstatten aber dann……
begann die Suche von Briefmarken:. Unser erster Versuch führte uns versehentlich zu den Wasserwerken, die uns keine Postbriefmarken verkaufen wollten, obwohl ein Kunde unsere Frage: „Gibt es an diesem Schalter (an dem er selber anstand) Briefmarken?“ bejahte. Der freundliche Angestellte am Schalter schickte uns jedoch einige Häuser weiter zum Postamt. Dort mussten wir erfahren, dass für eine Postkarte nach Deutschland das internationale Porto von 600 Gourdes (ca.12 Euro) fällig ist.  Zum Vergleich: Ein normaler Brief innerhalb Haiti kostet 20 Gourdes. Ok, für je eine Postkarte an die Familie sollten uns die 600 Gourdes nicht gerade ruinieren. Also für zwei Postkarten die Briefmarken bestellt. Als die junge Frau schon den dritten Bogen mit jeweils etwa 25 Marken herausholte und dabei immer noch irgendwas von 1000 Gourdes zählte wollten wir mehr wissen. Welchen Wert hat die höchste haitianische Briefmarke? Antwort 20 Gourdes. 
Na gut, also dreißig Marken zu 20 Gourdes, wobei immer noch nicht ganz klar war, wo die dreißig Marken auf einer Postkarte ihren Platz finden sollten. Nach langem Hin und Her, Abzählen von nun bereits den kleinsten Marken von 5 Gourdes und immer noch nicht den Wert für zwei Postkarten zusammen, baten wir um Briefmarken für wenigstens eine Postkarte, damit wir unseren guten Willen, eine Postkarte ordnungsgemäß mit Porto zu versehen, fotografieren konnten. Diese Dienstleistung erhielten wir von zwei sehr freundlichen Damen, deren Bemühungen aber an der nicht vorhandenen Anzahl Marken für zwei Postkarten scheitern mussten.
PS. Roswitha hat einen Bekannten, der nach USA reiste, gebeten ihre Post dort aufzugeben. Ich wollte meine Post von Haiti aus senden, hab geschummelt und die Marken auf drei Postkarten verteilt. Jetzt bin ich gespannt, ob die Karten ankommen. 

Cornelia Rébert-Graumann


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